Die Orgel
Im Zuge der Kirchenrenovierung (neue Heizung zur Wandtemperierung, Umgestaltungen im Kirchenraum, Abschluss im Jahr 2005) erfolgte auch der Einbau einer neuen Orgel.
Die Orgel stammt aus der württembergischen Orgelbauwerkstätte von Gerhard und Markus Lenter. Das Instrument wurde Weihnachten 2005 in einem Festgottesdienst geweiht.
Auf Grund der vorhandenen Raumsymmetrie sind die beiden Manualwerke auf zwei Baukörper aufgeteilt. Der Spieltisch ist zentral auf der Empore zwischen den Manualwerken platziert. Das Pedalwerk steht in der Emporennische hinter dem Spieler. Beide Manualwerke sind durch einen Trakturschacht verbunden. Die Ventile der einzelnen Töne werden rein mechanisch geöffnet.
Die Lunge der Orgel ist ein großer Doppelfaltenbalg zwischen den Pfeifen des Pedalwerks. Weitere Bälge für die Manualwerke sind im Zwischenboden der Empore eingebaut.
Beide Manuale bilden eine gleichwertige Disposition. Die Gehäuseteile sind bewusst geschlossen ausgeführt. Dadurch kann die Orgel ohne akustische Hilfe des Kirchenraums als Gesamtinstrument wirken. Die Klangsprache der Werke kann man der Frühromantik zuordnen, weiche aber dennoch präzise Klangfarben prägen das Klangbild.
Orgeldisposition
Hauptwerk
Prinzipal
Quintatön
Gedackt
Oktave
Gedackflöte
Oktave
Mixtur
8′
8′
8′
8′
4′
2′
3-fach
Positiv
Holzflöte
Viola
Fugara
Traversflöte
Nasard
Sifflöte
Terz
8′
8′
4′
4′
2 2/3′
2′
1 3/5′
Pedal
Subbass
Oktavbass
Cello
16′
8′
8′
Bau der heutigen Orgel
Der Film zum Bau der neuen Orgel wurde 2005 von der Firma Lenter gedreht und zeigt die Planung und den werkseitigen Bau der Orgel sowie den Einbau, unterstützt durch Gemeindemitglieder und die im Hintergrund verlaufenden Umbaumaßnahmen in der Kirche.